Die Geschichte unseres Vereins

 

Saison 1992/ 93

Zufriedenstellend verlief die Saison 92/ 93. Trainer Karl-Heinz Bunzenthal hatte als Ziel einen Mittelfeldplatz ausgegeben. Nach sieben Spieltagen führte das Team mit 10:4 Punkten die Tabelle an. Das Leistungsvermögen konnte jedoch nicht gehalten werden. Nach 28 Spieltagen geriet das Team sogar in Abstiegsgefahr. Für den Rest der Runde übernahm Erwin Koppel das Training. Nach 5:3 Punkten in den letzten Spielen wurde der SV mit 30:34 Punkten und 50:56 Toren Achter. Es gab 9 Siege, 12 Unentschieden und 11 Niederlagen. Torschützenkönige (intern) wurde Gianni Leonangeli und Dirk Odenwald.


 

Saison 1993/ 94

Thomas Reith übernahm als Spielertrainer das Kommando und gab als Saisonziel einen Platz im oberen Tabellendrittel aus. Das Derby am 10. Spieltag gegen Germania Fulda sahen 1000 Zuschauer und erlebten einen 2:1-Sieg der Buchonen. Am Ende der Vorrunde standen 15:15 Punkte und der 8. Rang zu Buche. Ein ganz schwache Rückrunde folgte jedoch mit 10:20 Punkten. Mit 25:35 Punkten und 46:56 Toren wurde man 9. Insgesamt gab es 8 Siege, 9 Unentschieden und 13 Niederlagen. Torschützenkönig wurde Arno Schenkel mit 17 Treffern.


 

Saison 1994/ 95

Diese Saison brachte den Tiefpunkt in der Landesligazeit des SV. Mit einem verjüngten Kader und einem Fehlstart mit 3:15 Punkten aus den ersten acht Spielen war man Tabellenletzter; am Ende der Vorrunde behielt das Team mit 8:20 Punkten die rote Laterne. Nach vier Siegen in Folge mit zuletzt einem 2:1 gegen Germania Fulda schrieb die FZ: „Königreich in neuem Glanz“. Nur ein Sieg aus den nächsten 10 Spielen und daraus resultierenden 15:37 Punkten und dem letzten Platz schien der Abstieg besiegelt. Zwei Siege gegen Korbach und beim FSV Kassel brachten noch den vorletzten Platz und die Teilnahme an der Relegation. Gegen den SV Adler Weidenhausen gelang mit zuletzt 8 Feldspielern ein 4:3 Sieg (FZ: „9 Spieler mit großer Moral“). In Hosenfeld erreichte das Team ein 1:1 auf neutralem Platz in Bad Hersfeld gab es gegen Ziegenhain einen 2:0-Sieg. Der Klassenerhalt war gesichert.


 

Saison 1995/ 96

Mit dem neuen Trainer Matthias Wilde und mit der Hoffnung, nicht noch einmal eine so schwere Spielzeit zu erleben, ging man in die Saison 95/ 96. Die Mannschaft startete sensationell. Nach 8 Siegen aus den ersten 9 Begegnungen war man Spitzenreiter der Landesliga Nord. Lediglich beim eigentlichen Topfavoriten Germania Fulda musste man sich geschlagen geben.

Noch stapelte man in Flieden tief. Der Klassenerhalt war nach wie vor das erklärte Ziel. Doch als die Mannschaft im November 1995 nach einem 2:0-Heimsieg gegen den KSV Baunatal als Herbstmeister feststand, erklärte man immerhin, dass man in der Rückrunde so lange wie möglich oben mitmischen wolle, gewillt, die ein oder andere Topmannschaft nach wie vor zu ärgern. Doch die Erfolgserie hielt auch in der Rückrunde an und was keiner für möglich hielt war nun zum Greifen nahe. Es war Dienstag, der 30.April 1996: Der SV Flieden reiste nach Nordhausen, während die Verfolger Germania Fulda in Asbach und der KSV Baunatal gegen Petersberg zeitgleich antreten mussten. 5 Spiele waren noch zu bestreiten und der SV Flieden hatte bereits 13 Punkte Vorsprung. Mit einem Sieg hätte man auf alle Fälle die Meisterschaft und damit den Oberliga-Aufstieg klarmachen können. Aus einem Rückstand machten die Buchonen in der 2. Halbzeit eine 2:1-Führung. Doch in der Nachspielzeit gelang den Gastgebern noch der Ausgleich. Nun war man auf Schützenhilfe angewiesen. Dann die erlösende Nachricht: Beide Konkurrenten kamen in ihren Spielen ebenfalls über ein Unentschieden nicht hinaus! Damit war die Sensation perfekt: Meisterschaft und Oberliga-Aufstieg. Der Jubel kannte bei Spielern, Verantwortlichen und den zahlreich mitgereisten Anhängern keine Grenzen mehr. In Flieden wurden die Heimkehrer am späten Abend von der Döngesmühler Blaskapelle vor „Bünnesch“ mit einem Ständchen empfangen. Später marschierte die ganze Erfolgstruppe noch beim „Tanz in den Mai“ in der TV-Turnhalle ein. Es war nicht nur ein großer Abend für den SV Flieden sondern für die ganze Gemeinde. Die Kritiker, die vor der Saison prophezeiten, dass dies die letzte Saison für den SV Flieden in der Landesliga sein sollte, behielten recht – aber anders als sie es sich gedacht hatten! Prunkstück des frischgebackenen Oberligisten war die Abwehr – nur 26 Gegentore in 30 Spielen. Nur im Sturm wurde man von den Konkurrenten eingeholt. 64mal trafen die Buchonen. Die meisten Treffer erzielte Almir Sesic – nämlich 16. Letztlich holte man 64 Punkte (ab dieser Spielzeit gab es für einen Sieg 3 Zähler) und verlor in der ganzen Saison nur 2 Spiele!!!


 

Saison 1996/ 97

Nun stand also erstmals das Abenteuer Oberliga auf dem Programm! Nach der Verpflichtung zahlreicher Neuzugänge ging man mit 19 Spielern in die Saison 96/97. Zum Auftakt erwartete man mit dem SV Wehen gleich einen Meisterschaftsanwärter, und so musste man vor 1.700 im Oberliga-Debüt gleich eine schmerzhafte 0:5-Heimpleite hinnehmen. Die abfälligen Äußerungen von Wehens Coach Bruno Hübner sorgten offensichtlich für einen Motivationsschub im Team von Trainer Wilde. Beim ersten Auswärtsspiel in Bad Soden gelang ein 3:1-Erfolg und auch das folgende Heimspiel gegen Haiger konnte mit 2:1 gewonnen.

Mit 2 Siegen aus den ersten 3 Begegnungen schien es so, als sollte man auch in dieser Klasse bestehen können, doch der Schein trügte. Was folgte war eine derbe Niederlagenserie. Lediglich ein Unentschieden in Raunheim konnte man aufweisen, als man am 10. November 1996 die Kickers aus Offenbach zum „Spiel des Jahres“ empfing. Die Partie fand unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen im Stadion statt vor der Rekordkulisse von 3.500 Zuschauern. Letzten Endes kam der haushohe Favorit zu einem schmeichelhaften 1:0-Erfolg. Die Elf von Matthias Wilde hatte sich zwar wacker geschlagen, stand aber am Ende erneut ohne Punkte da.

Zum Ende der Hinserie fand man sich mit nur 7 Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder, weit abgeschlagen von den Nichtabstiegsrängen. Auch die Verpflichtung des Kameruners Hubert Mbilla konnte die Angriffsmisere der Buchonen in der Rückrunde nicht beheben.

Zwar gelangen noch einige Achtungserfolge doch am Ende verabschiedete man sich als Vorletzter mit 20 Punkten und einem Torverhältnis von 34:91 nach nur einem Jahr wieder aus der höchsten hessischen Spielklasse.


 

Saison 1997/ 98

Trotz des Abstieges war man sich einig: Kein Akteur bereute es, in dem abgelaufenen Jahr Oberliga gespielt zu haben und sowohl der Vorstand als auch Trainer Matthias Wilde gaben das Saisonziel 97/98 vor – den direkten Wiederaufstieg, doch in den kommenden Wochen zeichnete sich ab, dass sich die Mannschaft in der Landesliga wesentlich schwerer tat als erwartet. Nach dem 14. Spieltag rangierte unser Team auf Platz 6, immerhin 9 Punkte hinter Spitzenreiter Asbach. Die Unruhe im Verein sowie im Umfeld führte zum Bruch mit Trainer Matthias Wilde. Zunächst übernahmen Peter Kress und Wolfgang Schad das Training, doch nur eine Woche später nach dem 2:0 über Borken, präsentierte man mit Peter Fritz einen neuen Übungsleiter. Zwar konnte man zu Beginn der Rückrunde 2 Spiele gewinnen, doch es folgte eine Negativserie mit niederschmetternden Resultaten. Nach einer 0:4-Heimpleite gegen Wattenbach und der nachfolgenden Niederlage bei Germania Fulda fand sich der SV Buchonia sogar auf einem Abstiegsplatz wieder. Der Vorstand sah sich abermals zum Handeln gezwungen. Es folgte die Entlassung von Peter Fritz. Erneut übernahmen nun Wolfgang Schad und Peter Kress die Betreuung der Mannschaft für den Rest der Saison. Der Einstand verlief optimal. Durch einen 2:1-Sieg gegen Eiterfeld verließ man die Abstiegsränge und arbeitete sich in den verbleibenden Wochen wieder ins gesicherte Mittelfeld vor. Mit einem 1:0-Auswärtssieg in Borken am letzten Spieltag schloss man diese turbulente Saison mit einem halbwegs versöhnlichen 8. Tabellenplatz ab!


 

Saison 1998/ 99

Bereits eine Woche nach Saisonende konnte der Vorstand des SV Buchonia einen neuen Trainer präsentieren. Stephan Walter wechselte vom Lokalrivalen Germania Fulda nach Flieden. Dieser nahm gleich etwas den Druck von der Mannschaft, indem er das Saisonziel für 1998/99 nicht genauer definieren wollte. Man wollte versuchen das Bestmöglichste zu erreichen, wobei man mit diesem ausgewogenen Kader mit dem Abstieg nichts zu tun haben sollte, wurde Walter in der Fuldaer Zeitung zitiert. Leider spielte das Wetter in diesem Herbst dem Amateurfußball einen bösen Streich. Die verregneten Wochen hatten zahlreiche Spielausfälle zur Folge. Die 2. Mannschaft und die wiedergegründete 3. Mannschaft hatten schon am letzten Wochenende im September ihren letzten Einsatz ´98. Auch das Landesliga-Team musste wetterbedingt zwischenzeitlich 4 Wochen pausieren. Bis zur Winterpause hatte man dann lediglich 14 Spiele bestritten, rangierte aber auf einem zufriedenstellenden 4. Tabellenplatz. Leider erlitt man in den Nachholspielen den ein oder anderen Dämpfer. So kam es, dass man Mitte April nach einem 0:1 beim FSV Kassel die Hoffnungen auf einen Relegationsplatz ad acta legen konnte. In der Folgezeit fiel man in der Tabelle wieder etwas zurück, bedingt durch 3 Heimspiele in Folge ohne Sieg. Am Ende gewann man dann aber die letzten 3 Saisonspiele und beendete die Saison als Tabellenvierter. Die meisten Treffer erzielten Heiko Bott (18) und Almir Sesic (13).


 

Saison 1999/ 2000

Trainer Stephan Walter gab als Ziel für die neue Spielrunde aus, den zuletzt erreichten Tabellenplatz 4 noch zu verbessern. Allerdings startete man mit einem Stürmerproblem in die neue Saison, denn Heiko Bott wechselte nach Bad Soden, so dass mit Almir Sesic nur ein erfahrener Mann im Angriff zur Verfügung stand. Zum Auftakt gelang aber dennoch ein klarer 4:1-Sieg über Weidenhausen. Die Freude über den Sieg wurde jedoch durch die Rote Karte für Kapitän Stefan Schmidt getrübt. Er wurde dann auch bei der 0:2-Niederlage in Vellmar schmerzlich vermisst. Die Buchonen fanden jedoch schnell die Erfolgsspur wieder. Durch einen 2:1-Erfolg in Lehnerz war man nach 5 Spieltagen sogar kurzfristig Tabellenführer.

Die Hinserie beendete man mit einem glatten 6:0-Kantersieg in Steinau und mit einem achtbaren 2. Tabellenplatz. Zum Rückrundenaufakt empfing man dann gleich den Spitzenreiter aus Vellmar, der zu diesem Zeitpunkt 5 Punkte vor dem SV Flieden lag. Trotz einer großen Verletztenliste erreichte man immerhin ein 1:1-Unentschieden vor 800 Zuschauern. Vellmar sollte am Ende mit 10 Punkten Vorsprung souveräner Meister werden. Doch auch der SV Flieden behauptete in der Rückrunde mit 9 Punkten Vorsprung auf Wattenbach den 2. Platz, der zur Teilnahme an der Oberliga-Relegation berechtigte.

Im ersten Relegationspiel traf man in Gelnhausen auf den FC Eschborn. Trotz größerer Spielanteile musste man eine bittere 1:3-Niederlage hinnehmen. Im Heimspiel gegen Erzhausen stand man dann entsprechend unter Druck. Ein Sieg musste her, wenn der Traum von der Oberliga-Rückkehr noch wahr werden sollte. Nach torloser 1. Halbzeit vor 1.100 Zuschauern, setzte der SV Flieden nach der Pause alles auf eine Karte. 17 Minuten vor dem Ende waren es aber die Gäste, die einen blitzsauberen Konter zum 0:1 abschlossen. Nun war die Moral der Buchonen gebrochen. Erzhausen gelang in den Schlussminuten noch 2 weitere Tore zum 3:0-Endstand. Das bedeutungslos gewordene letzte Spiel in Jügesheim ging dann sogar mit 1:6 verloren. Dennoch blieb festzuhalten, daß der SV Flieden eine tolle Saison in der Landesliga absolvierte, der lediglich die Krönung versagt blieb. Dafür gelang der 2. Mannschaft die Meisterschaft in der Kreisliga A Fulda West und damit der Aufstieg in die Bezirksliga Süd.

Die 3. Mannschaft stieg dadurch natürlich auch in die entsprechende höhere Reserverunde auf, hatte sich dies aber durch die eigene Meisterschaft in ihrer Runde redlich verdient. Im Endspiel um die Kreismeisterschaft der Reserven scheiterte man dann aber nach Elfmeterschießen an Gersfeld III, bezeichnenderweise direkt nach der Niederlage der 1. Mannschaft gegen Erzhausen.


 

Saison 2000/ 01

Nach der ansprechenden Leistung aus der Vorsaison wurden natürlich neue Hoffnungen geweckt. Diese erhielten weitere Nahrung, als man im ersten Saisonspiel den Oberliga-Absteiger und Top-Aufstiegsaspiranten SVA Bad Hersfeld auswärts mit 3:1 besiegen konnte. „Ein Feuerwerk der Buchonen“ schwärmte sogar die Fuldaer Zeitung. Zwar erhielt man in Hofbieber beim 0:1 einen ersten Dämpfer, doch in den Wochen danach startete man eine fulminante Siegesserie. Sie begann damit, dass man beim VfL Kassel aus einem 0:2-Pausenrückstand noch ein 3:2 machen konnte. Die Moral war also intakt. Unter anderem siegte man auch in Lehnerz. Nach dem 3:0 in Willingen ließ Stephan Walter verlauten, dass ihm der unglaubliche Lauf seiner Mannschaft langsam unheimlich werde. Nach einem 3:0 beim FSV Kassel übernahm man sogar die Tabellenführung in der Landesliga Nord. Anfang April wurde dann das Heimspiel gegen den Spitzenreiter nachgeholt. Mit einem triumphalen 3:1-Erfolg zog man an den Gästen in der Tabelle vorbei.

Am 13. Mai knallten dann am Weiher die Sektkorken. Ein 2:0-Heimsieg gegen den FSV Kassel sicherte 3 Spieltage vor Saisonende die 2. Meisterschaft in der Landesliga Nord und somit die Rückkehr in die Oberliga Hessen. Grenzenloser Jubel also über den Erfolg von Flieden I – aber auch ein versöhnliches Saisonende für Flieden II – im ersten Jahr in der Bezirksliga Süd konnte man sich am letzten Spieltag den Klassenerhalt sichern!

Saison 2001/02

Nachdem man im ersten Oberliga-Jahr fünf Jahre zuvor viel Lehrgeld zahlen musste, rechneten sich die Verantwortlichen durchaus gute Chancen aus, den Klassenerhalt zu bewerkstelligen. Allerdings verlor man das Auftaktspiel trotz ansprechender Leistung zuhause vor 1.300 Zuschauern knapp mit 2:3 gegen Bernbach. Nachdem man aus den ersten sechs Partien lediglich zwei Zähler ergattern konnte, fand man sich am Tabellenende wieder. Als im Auswärtsspiel in Eschborn mit 3:1 der erste Sieg gelang, schien die Elf von Trainer Stephan Walter endlich in der Oberliga angekommen zu sein. Was dann im nächsten Heimspiel allerdings folgte, war wohl einer der sportlich gesehen schwärzesten Tage in der Vereinsgeschichte. Nachdem man im Heimspiel gegen den VfB Marburg zunächst früh in Führung gegangen war, kam man am Ende mit sage und schreibe 1:9 unter die Räder. Wer fürchtete, am Weiher könnte sich nun Resignation breit machen, wurde in den Wochen danach eines Besseren belehrt. Bis zum Ende der Vorrunde sammelten die Buchonen noch zehn Punkte und schlossen die Halbserie mit Rang 14 auf einem Nichtabstiegsplatz ab. In der Rückrunde steigerte sich die Mannschaft. Fünf Spieltage vor Schluss glaubte man mit dem aktuellen 12. Tabellenplatz und sieben Punkten Vorsprung auf Rang 15, der die Abstiegsrelegation bedeuten konnte, den Klassenverbleib praktisch gesichert zu haben. Eine nicht für möglich gehaltene Niederlagenserie bescherte dem SV dann doch noch das Nachsitzen in der Relegation, welches dank eines klaren Sieges gegen Viktoria Griesheim und zweier Unentschieden gegen Wehen II und in Lohfelden doch noch die Rettung brachte. Nach dem 2:2 in Lohfelden kannte der Jubel bei Spielern, Funkionären und den zahlreich mitgereisten Fans keine Grenzen mehr. Trainer Stephan Walter war vom Klassenerhalt so begeistert, dass er nach dem Spiel spontan mit in den Bus zur Saisonabschlussfahrt zum Plattensee einstieg. Als bester Torschütze hatte Neuzugang und Abwehrrecke Markus Wingenfeld mit acht Treffern maßgeblichen Anteil an der Sicherung des Oberliga-Verbleibs.


 

Saison 2002/03

Ziel im Folgejahr war es nun, sich in der höchsten hessischen Spielklasse zu etablieren. Eine besonderen Brisanz erhielt die Spielzeit durch den Abstieg von Lokalrivale Borussia Fulda aus der Regionalliga. Zum ersten Mal nach 13 Jahre spielte man wieder in einer Klasse. Nach einem zufriedenstellenden Start mit 7 Punkten aus den ersten vier Spielen brach die Mannschaft noch schlimmer ein wie zum Ende der Vorsaison. Sechs Niederlagen kassierte man in Folge ehe am Tag der deutschen Einheit zuhause gegen Wörsdorf endlich wieder ein Sieg gelang. Das große Derby stieg dann am Kirmessonntag im Königreich-Stadion: Vor über 3.000 Zuschauern besiegte der SV Flieden die Borussen aus Fulda mit 2:1 und verließ erst einmal die Abstiegsregion. Auch wenn es in der Rückrunde oftmals an Konstanz mangelte, schloss man die Saison auf Platz 13 ab mit sieben Punkten Vorsprung vor den Abstiegsrängen, wobei man den endgültigen Ligaverbleib am drittletzten Spieltag durch ein 1:1 gegen Bad Vilbel sicherte. Stephan Walter, der nun nach fünf Jahren sein Engagement als Trainer in Flieden beendete, hatte also seine Mission erfolgreich erfüllt. Markus Wingenfeld gelang es abermals mit nur acht Treffern die interne Torjägerkanone zu verteidigen.


 

Saison 2003/04

Mit Jörg Meinhardt als neuen sportlichen Leiter startete man in die 3. Oberliga-Spielzeit in Folge. Nach zwei hohen Niederlagen in den ersten vier Spielen (u.a. ein 0:4 in Fulda) lief es in der Folgezeit wesentlich besser. So konnte man beispielsweise im Heimspiel gegen den VfB Marburg mit einem 5:1-Erfolg den bis dahin höchsten Sieg in der Oberliga feiern – und das fast exakt zwei Jahre nachdem es gegen den gleichen Gegner die höchste Niederlage aller Zeiten gesetzt hatte. Die Vorrunde konnte man mit Platz 9 erstmals in der oberen Tabellenhälfte abschließen. Die Buchonen ließen in der Rückrunde nicht nach und standen am Ende auf Platz 7, wobei man mit 14 Siegen, 7 Unentschieden und 13 Niederlagen in Hessens höchster Spielklasse erstmals eine positive Bilanz aufzuweisen hatte. Ein Garant für den Erfolg war natürlich auch Neuzugang Sascha Gies, der mit 26 Treffern klar zum besten Torschützen avancierte und die Torjägerkrone der Oberliga Hessen nur knapp verfehlte.

Auch im „Unterbau“ lief es gut für den SV Flieden: Die 2. Mannschaft konnte sich im vierten Jahr nacheinander in der Bezirksliga Fulda Süd behaupten, und die 3. Mannschaft fuhr in der Reserverunde die Meisterschaft der B-Liga Fulda West ein.


 

Saison 2004/05

Die Spielzeit 04/05 begann aus Buchonensicht überragend! Nach dem 5. Spieltag und einem 2:0 in Wald-Michelbach stand der SV Flieden erstmals in der Vereinsgeschichte auf dem 1. Tabellenplatz in der Oberliga Hessen. Mit dem 4:0 gegen Bernbach konnte durch den vierten Sieg in Folge die Erfolgsserie noch einmal ausgebaut werden, doch leider sollte nun eine andere Serie folgen. Von den nächsten 6 Spielen gingen 5 verloren, lediglich beim 5:3 in Baunatal gelang noch ein Sieg. Es folgten dann zwar wieder bessere Spiele, doch zeigte sich die Mannschaft weiter launisch. Nach Abschluss der Vorrunde folgten auf drei Siege in Serie anschließend drei Unentschieden und daraufhin drei Niederlagen. Am Ende stand ein akzeptabler 9. Tabellenplatz, wenngleich aufgrund der zwischenzeitlichen Erfolgsserien sicher etwas mehr drin gewesen wäre. Obwohl er während der Spielzeit zu Kickers Offenbach gewechselt war, konnte sich Sascha Gies mit 14 Treffern erneut als bester Fliedener Torschütze auszeichnen.


 

Saison 2005/06

Den Buchonen gelang ein Traumstart in die neue Spielzeit. Nach fünf Siegen und drei Unentschieden fand man sich nach acht Spieltagen auf Rang 2 hinter dem FSV Frankfurt wieder. Auch wenn in den fünf Spielen danach nur noch zwei Siege gelangen, konnte der Kontakt zum Tabellenführer gewahrt werden. Am 29.10.05 kam es dann zum Spitzenspiel im Königreich. Nach einer turbulenten zweiten Halbzeit, in der drei Frankfurter Spieler des Feldes verwiesen wurden gelang den Buchonen ein 2:1-Sieg gegen den FSV, auf den man dadurch bis auf acht Punkte herankam. Bis zum 24. Spieltag – bis dahin musste man vorsorglich auch eine Regionalliga-Lizenz beantragen – konnte der SV Flieden den 2. Tabellenplatz verteidigen. Dann aber zog der KSV Hessen Kassel in der Tabelle vorbei und überholte am Ende sogar noch den FSV Frankfurt. Flieden gelang in den letzten neun Partien nur noch zwei Siege. Dennoch konnte man mit dem Erreichen des 4. Tabellenplatzes mehr als zufrieden sein, handelte es doch eindeutig um die beste Saison, die man in der Oberliga je gespielt hatte. Auch im Hessenpokal machte man von sich reden und wurde erst im Halbfinale vom FSV Frankfurt in der Verlängerung gestoppt. Der 4. Tabellenplatz in der Oberliga berechtigte zudem an der Teilnahme des neugeschaffenen Ligapokals, bei dessen Austragung man sich neben zusätzlichen Einnahmen auch den 3. Platz sichern konnte. Bester Torschütze der abgeschlossenen Runde wurde Neuzugang Domenico di Rosa mit 14 Treffern.

Saison 2006/07

Auch der Start in die Runde 06/07 gelang und weckte nach der erfolgreichen Vorsaison große Hoffnungen, obwohl sich nach dem langjährigen Kapitän Stefan Schmidt nun mit Torhüter Sven Bormann eine weitere Stütze des Teams aus dem aktiven Spielbetrieb zurückzog. Doch nach 13 Punkten aus den ersten fünf Spielen hagelte es drei Niederlagen hintereinander. Dieses Auf und Ab sollte sich fortsetzen. Bezeichnend für diese Spielzeit: Ende Oktober gelang mit dem 5:0 über den FSV Braunfels der bis dahin deutlichste Sieg in der höchsten hessischen Spielklasse, doch nur eine Woche später musste man mit einer 1:6-Pleite in Würges die höchste Niederlage in der „Ära Meinhardt“ hinnehmen. Die Mannschaft blieb immer für eine Überraschung gut, jedoch nicht nur für positive. Immerhin träumte man nach einem 1:0 nach Verlängerung im Viertelfinale des Hessenpokals beim FSV Frankfurt wieder vom DFB-Pokal, den man in dieser Spielzeit schon mit einer Finalteilnahme erreicht hätte. Leider zerplatzte dieser Traum nach einer unglücklichen Niederlage im Elfmeterschießen zuhause im Halbfinale gegen den Liga-Konkurrenten KSV Klein-Karben. Besonders bitter dabei: Fünf Tage zuvor hatte man auf demselben Platz Klein-Karben in der Meisterschaft noch mit 3:2 besiegen können. Am Ende landete man wie 2005 auf Platz 9. Zum dritten Male bester Torschütze war Sascha Gies mit am Ende 18 Treffern. Während die 2. Mannschaft in der Bezirksliga Süd eine akzeptablen 6. Platz belegte fuhr Flieden III in der Reserverunde einen weiteren Titel auf Kreisebene ein.


 

Saison 2007/08

Aufgrund der für die ab 2008 vorgesehene Liga-Reform im deutschen Fußball setzte sich der SV Flieden das ambitionierte Ziel, sich für die Regionalliga zu qualifizieren, welches nur die ersten vier Plätze der Oberliga Hessen sicher erreicht hätten. Auf diese Weise wäre man weiterhin in der vierthöchsten Spielklasse vertreten, da durch die Einführung der 3. Bundesliga alle unteren Klassen abgestuft werden sollten. Hoffnung machte dabei u. a. die Rückkehr von Sven Bormann, der sich bereit erklärte, doch noch einmal für eine Spielzeit zwischen den Pfosten zu stehen. Das Vorhaben begann aus Buchonensicht jedoch unter äußerst ungünstigen Umständen. Die vier Punkte, die man aus den beiden ersten Spielen holte, wurden am grünen Tisch wieder aberkannt, da der Spieler Roman Krawczyk nicht ordnungsgemäß vor Rundenbeginn angemeldet worden war. Somit geriet man von vornherein ins Hintertreffen und fand auch nur mühsam Anschluss. Der erste offizielle Sieg gelang erst am 7. Spieltag mit einem spektakulären 5:4 in Waldgirmes. Da bis zur Winterpause nur noch ein weiterer Erfolg gelang, fand man sich zum Ende der Hinrunde gar auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Es war klar, dass das Ziel für die Rückserie nur Klassenerhalt lauten konnte. Nach fünf Siegen im Frühjahr konnte man zwar die „Rote Laterne“ abgeben, aber leider gelang es nicht, die Abstiegszone zu verlassen. Nach einer Reihe von indiskutablen Leistungen, vor allem vor heimischer Kulisse, warf Trainer Jörg Meinhardt drei Spieltage vor Schluss das Handtuch, als das Team mittlerweile auf dem vorletzten Tabellenplatz festsaß. Unter dem für die restlichen Spiele verpflichteten Interimstrainer Jürgen Krawczyk gelangen dem Team zumindest noch die fehlenden drei Punkte für den drittletzten Tabellenplatz, der in dieser Saison aufgrund der für die Buchonia günstigen Auf- und Abstiegskonstellationen in den anderen Ligen doch noch zum Klassenerhalt in der Oberliga Hessen reichte. Die bislang schlechteste Saison seit dem Wiederaufstieg 2001 hatte somit doch noch ein Happy-End gefunden. Bester Torschütze war einmal mehr Sascha Gies, diesmal jedoch mit „nur“ 10 Treffern.


 

Saison 2008/09

Nach dem Weggang zahlreicher Akteure war klar, dass der SV Flieden vor einer sehr schweren Hessenliga-Saison stehen würde, zumal man nun verstärkt auf die eigene Jugend setzen musste. Dennoch gelang unter dem neuen Trainer Jürgen Kreß ein recht passabler Start in die neue Runde. Bereits das erste Spiel gegen Baunatal konnte mit 3:2 gewonnen werden. Die ersten Niederlagen ließen aber nicht lange auf sich warten und es zeigte sich, dass es den durchaus sehr talentierten jungen Leuten eben doch etwas an Erfahrung für das hessische Fußballoberhaus mangelte. Ein echtes Highlight der Vorrunde war dabei noch das traditionelle Derby gegen den alten Erzrivalen Borussia Fulda, das vor der heimischen Kulisse von 2.600 Zuschauern nach dramatischen 90 Minuten mit einem 1:1-Unentschieden endete. Keiner konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass die beiden Traditionsmannschaften am Ende der Saison den bitteren Gang in der Verbandsliga Nord antreten sollten. Nach einer Niederlagenserie wurde Jürgen Kreß durch Eldar Hasic ersetzt, der fortan als Spieletrainer fungierte. Unser junges Team kämpfte bis zuletzt tapfer gegen den drohenden Abstieg - mehr als den „Strohhalm“ Relegationsplatz konnte man jedoch nicht erreichen. In die entscheidenden Spiele startete man mit einem hoffnungsvollen 3:0 gegen Eddersheim auf neutralem Platz in Altenstadt. Ein Sieg im Heimspiel gegen Seligenstadt wäre die halbe Miete gewesen, doch trotz Führung unterlag man in der Nachspielzeit unglücklich mit 1:2. Aus eigener Kraft konnte man es am letzten Relegationsspieltag nun nicht mehr schaffen. Immerhin spielte die Konkurrenz zugunsten der Buchonen, so dass ein Sieg beim SVA Hersfeld doch noch den Klassenerhalt bedeutet hätte. Leider kam unsere Mannschaft über ein 2:2 nicht hinaus. Ein Pfostenschuss in der Nachspielzeit war die letzte Tormöglichkeit, um den Abstieg nach 8 Jahren Hessenliga zu verhindern. Auch die 14 Treffer des besten Torschützen Daniel Rother konnten den Gang in der Verbandsliga Nord nicht verhindern. Die 2. Mannschaft hingegen spielte eine herausragende Saison in der Kreisoberliga Süd und wurde Vize-Meister, scheiterte aber ebenfalls unglücklich in der Relegation zum Gruppenliga-Aufstieg. In der letzten Saison in der Reserverunde gelang Flieden III nochmals die Meisterschaft, bevor man in der nächsten Spielzeit in der C-Liga an den Start gehen sollte. Erstmals nach 20 Jahren stellte der SV Flieden auch wieder eine Frauenmannschaft. Unsere Damen schlossen diese erste Spielzeit in der Kreisoberliga Süd mit einem 8. Tabellenplatz (von 11 Teams) ab.


 

Saison 2009/10

Im Königreich konnte niemand ahnen, dass die Spielzeit nach dem Hessenliga-Abstieg die vielleicht erfolgreichste Saison im Fliedener Seniorenfußball werden sollte. Doch der Reihe nach: Die Verbandsliga-Saison begann alles andere als vielversprechend. Die Mannschaft trat nach nur 5 Punkten aus den ersten 5 Spielen auf der Stelle. Trotz eines 4:3-Heimerfolges gegen Grebenstein nach 0:3-Rückstand trat Eldar Hasic nach dem misslungenen Rundenstart von seinem Amt zurück und stand den Buchonen künftig auch nicht mehr als Spieler zur Verfügung. Nach einer 1:4-Pleite in Weidenhausen im nächsten Spiel konnten die Buchonen Martin Hohmann als neuen Coach vorstellen. Mit einem 4:1 zuhause gegen Korbach feierte Hohmann einen Einstand nach Maß. Unter dem neuen Übungsleiter kamen die Buchonen immer besser in Schwung und starteten eine imposante Aufholjagd. Allein im Zeitraum vom 12. bis zum 24. Spieltag holte man 32 Zähler und verlor nur eine einzige Partie – allerdings ausgerechnet vor heimischem Publikum mit 1:2 gegen Borussia Fulda. Immer näher rückte man an die Spitzenplätze heran, bis es in der Schlussphase der Spielzeit richtig spannend wurde. Der überlegene Spitzenreiter Süsterfeld konnte aus finanziellen Gründen den Hessenliga-Aufstieg nicht wahrnehmen. Somit war klar, dass der Tabellenzweite direkt aufsteigen und der Dritte an der Aufstiegsrelegation teilnehmen würde. In den letzten Wochen der Runde lieferte man sich ein heißes Duell mit dem TSV Lehnerz um den 2. Tabellenplatz. Als man diesen endlich inne hatte, verlor man unnötigerweise nach einer 3:2-Führung zuhause gegen Bad Soden mit 3:4 und fiel wieder auf Rang 3 zurück. Durch einen 1:0-Sieg im Nachholspiel gegen den Drittletzten Eschwege zog man zumindest wieder punktemäßig gleich mit Lehnerz, versäumte es aber, das schlechtere Torverhältnis zu verbessern. Nach einem 3:1 bei Borussia Fulda waren die Buchonen einen Spieltag vor Saisonende punktgleich mit Lehnerz immer noch Dritter. Im letzten Spiel erwartete man am Weiher den FSC Lohfelden, während Lehnerz zeitgleich zuhause den feststehenden Meister aus Süsterfeld empfing. Martin Hohmanns Appell an die Süsterfelder Ehre kam beim ungekrönten Spitzenreiter offenbar an, denn die Gäste gewannen in Lehnerz mit 4:1. Nun musste unsere Mannschaft noch ihre Hausaufgaben erledigen. Nach hart umkämpften 90 Minuten siegte sie verdient mit 3:2 und stieg damit nach nur einem Jahr Abstinenz wieder in die Hessenliga auf. Bei der anschließenden rauschenden Aufstiegsparty am und im Clubhaus wurde am Ende das Siegesbier knapp. Schließlich gab es noch mehr Gründe zu feiern. Zuvor war die 2. Mannschaft souverän Meister der Kreisoberliga Süd geworden und stieg damit in die Gruppenliga auf, während auch die 3. Mannschaft nicht weniger deutlich Meister der C-Liga Fulda West wurde und in die B-Klasse aufstieg. 3 Seniorenmannschaften – 3 Aufstiege – so etwas hatte es in der langen Vereinsgeschichte bisher noch nicht gegeben.

 

2010/11

Zur neuen Spielzeit konnte nun endlich der neue Kunstrasenplatz in Betrieb genommen werden. Dieser sorgte nicht nur für Entlastung was die ganzjährigen Trainingspläne unserer zahlreichen Mannschaften im Jugendbereich angeht. Es gab wohl in keiner einzigen Spielzeit bisher so wenige Spielausfälle in Flieden wie in 2010/11.

Sportlich begann die Hessenliga-Rückkehr für unsere 1. Mannschaft zwar mit ansprechenden Leistungen, die Punkteausbeute war aber dafür noch zu mager. Gleich das erste Spiel verlor man trotz Überlegenheit und zweimaliger Führung gegen Würges unnötig mit 2:3. Nach zwei Siegen beim FCA Darmstadt und gegen den Nachwuchs von Kickers Offenbach sowie dem 1:1 in Hünfeld stand man als Aufsteiger zunächst wieder im Soll. Dann allerdings holte die Truppe von Martin Hohmann aus den folgenden acht Spielen nur einen einzigen Zähler. Nicht immer spielte man dabei schlecht. Es fehlte einfach oft das Glück im Abschluss. Ferner hatte man in diesen Wochen zahlreiche verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen. Als sich die Mannschaft Anfang Oktober auf dem letzten Platz wieder fand, wurde dann mit einem überraschenden 5:3-Erfolg in Urberach die große Wende eingeläutet. Nur eine Woche später gelang mit einem 6:1 über Marburg gar der höchste Sieg in der eigenen Hessenliga-Historie. Aus den letzten fünf Spielen vor der Winterpause holte man anschließend immerhin zehn Punkte und überwinterte auf Tabellenplatz 11.

Im Frühjahr zeigte das Team dann zunächst stark schwankende Leistungen. Hatte man sich durch einen Sieg wieder etwas Luft im Abstiegskampf verschafft, so wurde der Vorsprung durch einen schwachen Auftritt im nächsten Spiel wieder zunichte gemacht. Nach vier Niederlagen in Serie schien es Anfang Mai tatsächlich nochmal richtig eng zu werden. Doch die Mannschaft riss sich auch diesmal wieder zur rechten Zeit am Riemen und sicherte sich die Klasse mit drei Siegen hintereinander. Nach dem 3:1-Auswärtserfolg am vorletzten Spieltag in Schwalmstadt durfte man im Königreich endlich den endgültigen Klassenerhalt feiern.

Mit 45 Punkten aus 34 Spielen beendete man die Saison schließlich auf Platz 13 und hatte mit einem Torverhältnis von 70:71 viel zum Unterhaltungswert der Hessenliga beigetragen.

Erfreuliches gab es auch von den anderen Seniorenteams zu berichten. Flieden II etablierte sich im ersten Jahr in der Gruppenliga auf Anhieb in der oberen Tabellenhälfte und der 3. Mannschaft gelang in der B-Klasse mit der Meisterschaft sogar der Durchmarsch in die A-Liga.


 


 

2011/12

Der Auftakt zur neuen Hessenliga-Saison gelang vielversprechend. Mit einem deutlichen 4:0 behielt man in Wetzlar die Oberhand. Leider folgte im ersten Heimspiel dann eine unnötige 2:3-Niederlage gegen Vellmar. Das Auf und Ab sollte sich in den Wochen danach fortsetzen. Einem Sieg folgte oft eine Pleite. Als nach drei Niederlagen in Serie ein 5:1-Heimerfolg gegen Stadtallendorf gelang, hoffte man, die Wende geschafft zu haben. Es folgte jedoch eine indiskutable Leistung beim 2:6-Debakel in Baunatal und gleichzeitig das Ende der Ära Hohmann, denn der Trainer erklärte anschließend seinen Rücktritt.

Zunächst nur übergangsweise sollte Gerhard Wiegand seinen Part übernehmen, der in den Vorjahren mit der 2. Mannschaft große Erfolge feiern konnte. Doch die vermeintliche Übergangslösung erwies sich als Glückgriff. Die Mannschaft startete unter Wiegand richtig durch und entfernte sich immer mehr von den Abstiegsrängen. Initialzündung dabei war wohl der 1:0-Heimsieg gegen Spitzenreiter Eschborn um dritten Spiel unter Gerhard Wiegand. Der überraschende Erfolg wurde nach der Partie beim Oktoberfest im Clubhaus gebührend gefeiert. Bis zur Winterpause sammelte man 30 Punkte aus 21 Spielen und schaffte sich so ein kleines Polster zu den unteren Tabellenplätzen. Zudem wurde Gerhard Wiegand mit Jochen Maikranz ein kompetenter Trainerkollege für die Restrunde zur Seite gestellt. Das Jubiläumsjahr zum 100. Geburtstag des Vereins begann sogar noch besser, als das alte aufgehört hatte. 5 Siege und ein Unentschieden lautete die Bilanz aus den ersten 6 Spielen, was unsere Mannschaft bis auf Platz 4 der Tabelle vorrücken ließ. Vom Verletzungspech, das der Truppe die ganze Runde über treu blieb, war vor den letzten Saisonspielen leider fast die halbe Stammelf betroffen. So gelang trotz großem Engagement der Rumpftruppe nur noch ein Punkt aus den letzten 7 Spielen. Am Ende landete man auf Platz 11 mit 47 Punkten und einem Torverhältnis von 64:69 und 15 Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Pünktlich zum Pfingstfest anlässlich des hundertjährigen Vereinsjubiläums holte man auf heimischem Platz den Kreispokal durch einen 4:3-Finalerfolg gegen Gruppenligist Künzell. Somit wurden am Jubiläumsfest auch sportliche Akzente gesetzt, nachdem zuvor die große „Ballermannparty“ im Festzelt großen Zuspruch fand und auch der blau-weiße Kommersnachmittag mit viel Prominenz allen Besuchern in Erinnerung bleiben dürfte.

Die 2. Mannschaft schaffte unter Coach Bilal Seker die große Sensation: Im zweiten Jahr in der Gruppenliga-Zugehörigkeit gelang der Truppe die Meisterschaft und damit der direkte Aufstieg in die Verbandsliga Nord mit überragenden 78 Punkten aus 34 Spielen.

Auch die 3. Mannschaft konnte zum Vereinsjubiläum positiv von sich reden machen. Im ersten Spieljahr in der A- Klasse etablierte man sich auf Anhieb in der oberen Tabellenhälfte.


 

2012/13

Zur neuen Runde übernahm Jochen Maikranz alleinverantwortlich das Traineramt und konnte mit dem 4:2 im Derby gegen Aufsteiger Hünfeld vor 2.200 Zuschauern am „Weiher“ einen gelungenen Auftakt feiern. Es folgten jedoch drei Niederlagen am Stück. Mit einem 3:1-Heimsieg gegen Vellmar wurde der Abwärtstrend gestoppt, die erhoffte Kontinuität jedoch ließ weiter auf sich warten. So feierte man zwar nach einem 0:5 in Lohfelden einen souveränen 4:0-Erfolg über Tabellenführer Jügesheim, doch sollte einem Sieg auch weiterhin immer wieder eine Niederlage folgen.

Zur Winterpause fand man sich auf Platz 14 wieder, als Jochen Maikranz überraschend zurücktrat. Glücklicherweise war Martin Hohmann 16 Monate nach seinem Abschied bereit, seine Aufgabe als Übungsleiter wieder aufzunehmen. Seinen Wiedereinstand feierte er mit einem 4:3-Auswärtssieg in Stadtallendorf. Es war der Auftakt zu einer furiosen Restrunde, in der die Buchonen von Erfolg zu Erfolg eilen sollten. Von den folgenden 13 Begegnungen wurden zehn gewonnen, u. a. gelang mit einem 5:0 beim FCA Darmstadt der höchste Auswärtssieg der Hessenliga-Historie. Als man nach einem 2:1-Erfolg im vorletzten Spiel bei Kickers Offenbach II auf dem 3. Tabellenplatz stand, hatte man am letzten Spieltag sogar noch die Möglichkeit, Meister zu werden. An einen Regionalliga-Aufstieg war nicht zu denken, zumal man die entsprechende Lizenz auch gar nicht erst beantragt hatte. Dennoch wollte die Mannschaft die einmalige Chance nutzen, beste Fußballmannschaft Hessens zu werden. Leider ging das Heimspiel gegen Heddersheim trotz früher Führung mit 1:4 verloren. So konnte sich der Verein mit dem 3. Platz zumindest über seine erfolgreichste Hessenliga-Saison freuen. In der internen Torschützenliste setzte sich Sascha Gies mit 17 Treffern knapp mit nur einem Tor Vorsprung gegenüber Fabian Schaub durch.

Der 2. Mannschaft gelang in ihrem ersten Verbandsliga-Jahr der Klassenerhalt, während die 3. Mannschaft in der A-Liga souverän Meister wurde und somit in die Kreisoberliga Fulda Süd aufstieg.


 

2013/14

Auch in dieser Spielzeit sollte der SV Flieden in der Hessenliga wieder für „Spektakel“ stehen – allerdings nicht immer zur Freude des eigenen Anhangs. Der Auftakt war verheißungsvoll. Das erste Heimspiel ging zwar knapp mit 3:4 gegen Vellmar verloren, doch die Hohmann-Elf konnte 6 Tage später mit dem 3:1 im Derby beim Hünfelder SV den ersten Sieg einfahren und spielte sich anschließend im oberen Tabellendrittel fest. Dabei sorgte das Team durch torreiche Siege wie dem 7:5 gegen Wehen II oder dem 7:2 gegen den FSV Frankfurt II ligaweit für Aufsehen. Als man nach 15 Spielen auf Rang 6 stand, glaubte man am „Weiher“ an eine sorgenfreie Restrunde. Aus den folgenden 6 Partien holte man jedoch nur noch einen Punkt und kam auch nach der Winterpause nicht mehr richtig in die Spur. Erst ein 3:2-Erfolg im letzten Saisonspiel gegen die SG Ederbergland sicherte endgültig den Klassenerhalt. Glückliches Ende auch für den langjährigen Kapitän Daniel Rother, der sich nach 15 Jahren und 437 Punktstpiel-Einsätzen im Buchonendress verabschiedete.Das Torverhältnis von 74:81 bewies einmal mehr, dass bei den Spielen der Buchonen selten Langeweile aufkam. Allein Fabian Schaub traf 30 Mal ins Schwarze und wurde damit nicht nur vereinsintern Torschützenkönig sondern auch in der Hessenliga.

Leider konnte die 2. Mannschaft in der Verbandsliga Nord nicht Schritt halten und stieg nach 2 Spielzeiten wieder in die Gruppenliga Fulda ab.


 

2014/15

Vor der Traumkulisse von 2.100 Zuschauern gelang unserer Mannschaft mit einem 2:0-Erfolg im Derby gegen Lehnerz ein überragender Saisonauftakt. Nach dem 3:1 im nächsten Spiel in Vellmar durfte die Hohmann-Truppe für eine Woche sogar die Tabellenführung genießen. Erst im 7. Spiel setzte es in Hadamar die erste Saisonniederlage. Bis zum 14. Spieltag behauptete sich das Team auf Platz 6, ehe in den folgenden 6 sieglosen Spielen nur 2 mageren Punkte gelangen, was gleichzeitig ein Abrutschen auf Platz 13 zur Folge hatte. Anschließend rissen sich die Buchonen einmal mehr am Riemen und holten aus den verbleibenden 12 Saisonspielen 23 Punkte. Mit einem 3:1-Sieg im letzten Saisonspiel zuhause gegen Oberrad rückte das Team in der Abschlusstabelle auf Rang 7 vor und bereitete dem scheidenden Trainer Martin Hohmann einen gebührenden Abschied. Bester Torschütze der Buchonen war diesmal wieder Sascha Gies mit 18 Treffern.

Die 2. Mannschaft landete nach dem Verbandsliga-Abstieg im vorderen Mittelfeld der Gruppenliga, während die 3. Mannschaft als Tabellenletzter der Kreisoberliga Süd mitten in der Saison aufgrund Personalmangels abgemeldet werden musste. Nach 16einhalb Jahren ging somit ein unterhaltsames Randkapitel der Vereinsgeschichte abrupt zu Ende.


 

2015/16

Hohmanns Nachfolger Meik Voll war klar, dass er in Flieden ein schweres Erbe antreten würde, zumal zahlreiche Leistungsträger den Verein verlassen hatten. Als dann am 3. Spieltag ein 3:2 beim Erzrivalen Borussia Fulda gelang wuchs die Zuversicht, eventuell doch eine sorgefreie Runde spielen zu können. Die Folgewochen brachten aber Ernüchterung: Nach 4 Niederlagen in Folge fand man sich auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder. Ein Zwischenhoch vor Weihnachten ließ das Team die Vorrunde auf Platz 10 abschließen. Doch in der Rückserie lief dann fast gar nichts mehr zusammen. Mit nur 7 Punkten nach der Winterpause beendeten die Buchonen die Saison abgeschlagen als Tabellenletzter und stiegen somit nach 6 Jahren wieder in die Verbandsliga ab. Beste Torschützen waren mit jeweils nur 8 Treffern André Leibold und Fabian Schaub.

Auch die 2. Mannschaft konnte nach einem bis zum letzten Spieltag währenden, aber letztlich erfolglosen Abstiegskampf in der Gruppenliga die Klasse nicht halten. Da auch die A-Jugend einen Abstieg verkraften musste, konnte man durchaus vom sportlich schwärzesten Jahr der jüngeren Vereinsgeschichte sprechen.


 

2016/17

Mit vorsichtigem Optimismus ging man am „Weiher“ das Unternehmen Verbandsliga an. Das junge Team um Trainer Meik Voll sollte zumindest um die Aufstiegsränge mitspielen. 3 Niederlagen zum Saisonstart dämpften dann schnell alle Erwartungen. Besonders die 2:5-Heimniederlage gegen den SSV Sand warf in der Öffentlichkeit Fragen zur Konkurrenzfähigkeit des Kaders auf. Die Mannschaft lieferte anschließend aber eine nicht zu erwartende und überaus deutliche Antwort am dem Platz. Galt das 0:0 gegen Hünfeld noch als Achtungserfolg, so läuteten 5 Siege in Serie mit einem Torverhältnis von 20:2 mehr als nur eine Trendwende ein. Nach einem hart umkämpften 3:3 beim Lokalrivalen SV Neuhof folgten weitere 4 Siege in Serie. Das 3:1 im 11. Saisonspiel in Melsungen bedeutete erstmals Rang 2, der ja zur Teilnahme zur Aufstiegsrelegation berechtigte. Als man sich zu Beginn der Rückrunde durch ein 2:0 beim Tabellenführer Sand für die deutliche Heimspielpleite aus der Hinserie revanchierte, schien auch das Ziel Meisterschaft und direkter Wiederaufstieg nicht mehr utopisch. Dennoch konnte zu diesem Zeitpunkt niemand ahnen, dass man alle restlichen Saisonspiele gewinnen und den Konkurrenten aus Sand tatsächlich noch abfangen würde. Als es dann am 28. Mai im letzten Saisonspiel zuhause von 1.500 Zuschauern mit einem 3:1 gegen Lehnerz II tatsächlich den rekordverdächtigen 14. Sieg in Folge gab, kannte der Jubel am Sportgelände keine Grenzen mehr. Das Unmögliche war Wirklichkeit geworden: Nach 3 Auftaktniederlagen hatte das Voll-Team kein Spiel mehr verloren, wurde Meister der Verbandsliga Nord und stieg mit einer imposanten Bilanz von 77 Punkten aus 32 Spielen bei einem Torverhältnis von 93:33 nach nur einem Jahr Abwesenheit wieder in die Hessenliga auf. Maßgeblichen Anteil an der Torflut hatte Fabian Schaub, der mit 21 Treffern einmal mehr bester Buchonen-Torschütze war.

Wenig erfreulich war das Abschneiden der 2. Mannschaft. Das ganze Jahr stark personalgeschwächt konnte das Team auch in der Kreisoberliga nicht bestehen und wurde somit direkt in die A-Klasse „durchgereicht“.

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